7. Donauwörth und Augsburg

Wir verlassen Ingolstadt und machen einen Zwischenhalt in Donauwörth. Die Kleinstadt hat Charme und Charakter. Unser Stadtbesuch beginnt beim Münster. Die zahlreichen schönen Hausfassaden zeigen sich wiederum in den verschiedensten Farben. Das gotische Fuggerhaus dominiert in Weisss das Stadtbild. Vorbei am Rathaus und an der Alten Kanzlei erreichen wir einen Turm und die alte Stadtmauer der Kreisstadt. Hier stand einmal ein Pulverturm, welcher jedoch nur noch auf einer Gedenktafel zu sehen ist. Auf der gegenüberliegenden Stadtseite verlässt man den Stadtring durch das Riedertor. Über eine kleine Brücke erreichen wir weitere schöne und geschmückte Quartiere der Altstadt.





 





Nach der Mittagsrast geht die Fahrt weiter nach Augsburg. Google Maps führt uns direkt zum Hotel Ibis, wo wir unser Gepäck deponieren können, bevor wir im Parkhaus beim Bahnhof unseren Wagen einstellen. Wir passieren die grosse Synagoge und machen eine erste Erkundungsrunde zum Königsplatz. Die Überraschung folgt beim Einchecken eine Stunde später. Man hat von uns keine Buchung. Die nähere Überprüfung zeigt, dass es in Augsburg drei verschiedene Ibis Hotels gibt. Also zurück zum Parkhaus, Gepäck im Hotel wieder einladen und weg von der Halderstrasse in die Hermannstrasse. Hier können wir uns einnisten, bevor wir uns in der Augsburgern Annastrasse in der Fussgängerzone nach einem Lokal für das Nachtessen umsehen. Wir werden mit dem Wirtshaus unter dem Bogen fündig, einem urchigen, bayerischen Lokal und können hier unseren Hunger und Durst mehr als stillen. Auf dem Rückweg zum Hotel fallen die ersten Regentropfen, doch der grosse Regen kommt erst, nachdem wir unsere Unterkunft erreicht haben.







Der folgende Tag ist der Erkundung von Augsburg gewidmet. Und da gibt es viel zu sehen. Wir durchqueren die Bürgermeister-Fischer-Strasse.Vor der Moritzkirche kann man im Sandkasten Gebäude bauen, von welchen die schönsten prämiert werden. Schräg gegenüber der Kirche steht das historische Weberhaus. Danach gehts den Judenberg hinunter in die Altstadt. Drei parallele Strassen bilden den Vorderen, den Mittleren und den Hinteren Lech. Beim Elias-Holl-Platz sehen wir das gewaltige Rathaus vorerst von hinten. Von der anderen Seite am Rathausplatz zeigt sich das Gebäude in seiner ganzen Pracht. Nun gehen wir dem Hohen Weg entlang zum gotischen Dom. Dieser hat zwar in einer Bombennacht 1944 schwere Kriegsschäden erlitten. Vieles wurde jedoch wieder aufgebaut. Im grandiosen Innern tritt ein Mozartchor auf, welcher das Ave Verum erklingen lässt. In der Krypta findet man nebst Gräbern auch alte Standbilder und Statuen aus dem 13. Jahrhundert.  










Nun laufen wir südwärts, besuchen das Fugger-Denkmal und das grosssartige Fuggerhaus. Die Bankier- und Handelsfamilie der Fugger hat über lange Zeit Könige und Geistliche unterstützt, heute würde man wohl von Vetternwirtschaft und Korruption sprechen. Der Gebäudekomplex steht dominant an der Maximilianstrasse. Vom Reichtum jener Tage zeugen der Damenhof und die Badstuben, welche jedoch nur nach Vereinbarung besichtigt werden können. Der etwas weiter südlich gelegene barocke Schaezle-Palais ist ein weiterer Zeuge von Wohlstand und Reichtum. Dessen Park ist geometrisch ausgerichtet und bepflanzt. Nun gehts weiter zur heute zweigeteilten St. Ulrichkirche. Der dahinter gelegene Klostertrakt seht heute nicht mehr. Die nördliche Kirche im Rokokostil wird heute von der evangelischen Gemeinschaft genutzt. Man sieht jedoch auch in dieser lutheranischen Kirche die Spuren der Vorreformationszeit. Der katholische Trakt ist in gotischem Stil um einiges älter. Er ist den Heiligen Ulrich, Afra und Simpert gewidmet. Die Gebeine von Letzterem sind hier in einem Schrein aufbewahrt. Grossartig sind auch die Orgel, die Kanzel und die kustvollen schmiedeisernen Gitter, welche sehr räumlich wirken. Die Frohsinnstrasse ist gesäumt von prächtigen Häusern. Ein Tuktuk erinnert an den Strassenverkehr von Bangkok. Nach einer Erholungspause im Hotelzimmermachen machen wir uns auf die Suche nach einem guten Restaurant. Das italienische Ristorante Da Villa an der Bahnhofstrasse hat uns bereits den Roten Teppich ausgerollt. Deshalb benehmen wir uns auch respektvoll und würdigen das kulinarische Angebot ohne Zurückhaltung.  


























Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

3. Salzburg

2. Rosenheim