5. Regensburg
Die Fahrt geht weiter Richtung Nordwesten. Nach rund 120 km erreichen wir Regensburg, unsere nördlichste Destination in Bayern. Die Stadt hat rund 150'000 Einwohner. Das Zentrum darf nur mit einer Umweltplakette befahren werden, welche wir jedoch schon beim TÜV in Rosenheim gekauft haben. Trotz Google-Maps fahren wir noch etwas in den schmalen Gassen herum, meist Einbahnen oder mit Baustellen. Endlich finden wir das Parkhaus am Peterstor, denn vor unserem Hotel kann man nicht parken. Nach einigen Minuten entdecken wir das Park Hotel Maximilian, einen historischen Bau mit Ambiente, doch der Zahn der Zeit hinterlässt auch seine Spuren. Die Fassade mit Stukaturen und das Entrée erinnern an die Belle Epoque. Wir machen einen ersten Erkundungsrundgang in die nahe Altstadt. Leider macht auch das Wetter dem Namen der Stadt alle Ehre. Schauer wechseln mit kurzen Aufhellungen ab, die Temperatur ist merklich gefallen. Wir nehmen in einem Kaffee neben dem gotischen Dom eine heisse Schokolade mit Kuchen. Im benachbarten Bischofshof reservieren wir für das Nachtessen zwei Plätze. Danach gehts runter zum Brücktor an der Donau. David und Goliath prangen an einer Hausfassade nahe beim historischen Rathaus. Der Rückweg zum Hotel erweist sich als neckisch, da wir eine Abzweigung verpassen. Nach einem ziemlichen Umweg erholen wir uns fürs erste im Hotelzimmer Nr. 114, bevor wir nach einem Regenmarsch durch Regensburg im Hotel Bischofshof beim Dom den kulinarischen Nachlass einer klerikal glanzvolleren Zeit geniessen.
Das Wetter am Folgetag erscheint zwar freundlicher, man sieht sogar blauen Himmel. Doch spätestens im Freien spürt man die Unbill des Eisheiligen Pankratz. Es ist windig und saukalt. In der Schweiz hat es bis rund 700 m H.ü.M geschneit, wie Blogbilder aus Appenzell und Einsiedeln zeigen. Wir frühstücken im prunkvollen Saal der Park Hotels und begeben uns danach auf die nächste Erkundungsrunde. Wir bestaunen zahlreiche historische Kleinodien, bevor wir uns zum Dom St. Peter begeben. Die gotische Kathedrale ist im Innern sehr dunkel. Doch nach einer gewissen Adaptionszeit erscheinen die bunten Fenster in voller Pracht. Um 12:00 Uhr findet ein Orgelkonzert statt, verbunden mit einigen besinnlichen Worten einer Frau. Das Orgelspiel ist hohe Schule. Die einzelnen Register kommen in den verschiedensten Klangfarben zur Geltung und die Technik des Orgelspielers ist grandios. Obwohl die Orgel an einer Seitenwand angebracht ist, hallt die ganze Kirche gleichmässig, sodass man einen vollkommenen Stereoklang erleben kann. In der Krypta werden alle bisherigen Bischöfe von Regensburg aufgezählt, beginnend mit Rupert dem Heiligen im Jahr 697. Wir gehen runter zur Donau, wo ein Museumsschiff und ein historischer Dampfer angelegt sind. Das nahe Besucherzentrum Weltkulturerbe ist ein historisches Salzlager und Teil einer Ausstellung zur Geschichte von Regensburg. Eine lokale Besonderheit ist auch das Dackelmuseum. Mit dem Gratisbus der Innenstadt fahren wir zum Hauptbahnhof, welcher ganz in der Nähe des Parkhotels liegt. Während ich meine Beine schone, macht sich Rigette nochmals auf einen weiteren Bummel durch die Stadt. Frierend kehrt sie nach einer weiteren Stunde ebenfalls ins Hotelzimmer zurück.






























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